Luftdichte Gebäude – blog.soldierer.com https://blog.soldierer.com Walter's Tidbits Mon, 04 Jun 2018 07:28:27 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.1 Lohnt sich teure energiesparende Haustechnik? https://blog.soldierer.com/2008/11/30/lohnt-sich-teure-energiesparende-haustechnik/ https://blog.soldierer.com/2008/11/30/lohnt-sich-teure-energiesparende-haustechnik/#comments Sun, 30 Nov 2008 18:17:09 +0000 http://blog.soldierer.com/?p=74 EFH Soldierer in GochWir wohnen jetzt bereits 4,5 Jahre im neuen Haus. Unsere Energiekosten werden ausschließlich durch den Verbrauch an elektrischer Energie und Holzpellets bestimmt. Im folgenden werden für unseren Haushalt die jährlichen Energiekosten den zusätzlichen Investitionskosten eines Niedrigenergiehauses gegenübergestellt.

Technik

Jahresverbrauch

  • Holzpellets: 3,2 to
  • Strom: 6000 kwh

Verbrauchsabhängige Kosten
(inkl. Umsatzsteuer, Jahresdurchschnitt nach 4,5 Jahren)

  • Holzpellets: 620 Euro
  • Strom: 1140 Euro

Photovoltaikmodule Soldierer in Goch

Ich denke für einen 5-Personen-Haushalt mit 200 m2 Wohnfläche im freistehenden Einfamilienhaus sind das einigermaßen vernünftige Werte.  Der gegenüber einem Durchschnittshaushalt höhere Jahresstromverbrauch wird zwar zum Teil durch die Energietechnik selbst verursacht (Lüftungsanlage, Pelletförderung), ist daber dennoch zu hoch. Alleine die Computer und Fernseher im Haus verbrauchen bereits ca. 600 kwh pro Jahr und tragen damit nicht unerheblich zum schlechten Gewissen bei.

Zieht man von den Gesamtkosten (1760 Euro)  die Einspeisevergütung ab (2500 Euro) , ergibt sich ein Überschuss von 740 Euro pro Jahr. Für den Besitzer eines Einfamilienhauses mit Standardenergietechnik und vergleichbarem Stromverbrauch sah die durchschnittliche jährliche Rechnung in den vergangenen 4 Jahren ganz anders aus. Dem folgenden Beispiel liegt eine Ölheizung mit Warmwasserbereitung zugrunde. Stromkosten für Lüftungsanlage und Pelletförderung (ca. 700 kwh/Jahr) entfallen.

  • Heizölkosten bei Einkauf von 2000 Liter für EFH mit Standard Energietechnik im Oktober 2008: 1400 Euro
  • Stromkosten (5300 kwh): 1000 Euro

Im Vergleich mit einem Standard-EFH gleicher Größe mit Ölheizung sparen wir somit über 3000 Euro verbrauchsabhängige Energiekosten pro Jahr. Dem stehen natürlich die Investitions- und Unterhaltungskosten unserer Niedrigenergie-Gebäudetechnik gegenüber, die verglichen mit einem Standard-EFH und bezogen auf einen Zeitraum von 20 Jahren um ca. 60000 Euro höher ausfallen. Vordergründig macht sich bei monatlicher Einsparung von 3000 Euro die aufwändige Technik also nach 20 Jahren bezahlt. Ich überlasse es dem Leser, Zinseffekte einer Kreditfinanzierung bzw. der Anlage der monatlichen Einsparung in die Berechnung mit einzubeziehen

Unsere Entscheidung für eine Investition in die Energiezukunft haben wir jedenfalls nicht bereut. Sie lohnt sich für uns und die Umwelt gleichermaßen. Und das für uns nicht nur in fininzieller Hinsicht. Auch gesundheitliche Aspekte, verbundem mit erhöhtem Komfort (Wohnraumlüftung), tragen zur Zufriedenheit bei. Ganz zu schweigen vom guten Gefühl, erhebliche Mengen CO2 einzusparen.

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Dampfsperre luftdicht am Mauerwerk anschließen https://blog.soldierer.com/2007/11/14/dampfsperre-luftdicht-an-mauerwerk-anschliesen/ Wed, 14 Nov 2007 21:29:31 +0000 http://blog.soldierer.com/?p=218 hiterputz-detail.jpgDie sogenannte Dampfsperre soll verhindern, dass die feuchte Raumluft in eine Isolierlage eindringt. Wenn nämlich dort der enthaltene Wasserdampf kondensiert, kann es zu Schimmelbildung im Isoliermaterial kommen. Eine weitere wichtige Funktion der Dampfsperr-Folie ist das Herstellen der Luftdichtheit. Dazu muss sie allerdings auch luftdicht an das Mauerwerk angeschlossen werden. In der Regel wird die Folie nach Anbringen an der Decke des Obergeschoss einfach rundherum abgeschnitten. Ein großer Fehler!

Die Dampfsperre muss statt dessen eingeputzt werden. Dazu lässt man einen Folienstreifen an den Wänden überstehen. Dieser wird später überputzt. Da der Putz nicht auf der Folie haftet, kann man im Handel erhältliche Gewebebänder (z.B. Contega PV) verwenden, die nach Aufkleben auf den Folienrand teilweise überputzt werden. Diese Anschlussbänder sind allerdings relativ teuer.

Wir haben eine Technik verwendet, die in einer Broschüre des Hessischen Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Forsten beschrieben wird. Man lässt die Dampfsperr-Folie ca. 10 cm überstehen. Über diesen Teil der Folie wird Streckmetall mit kleinen Stahlnägeln an der Wand befestigt. Dadurch hält der Putz in diesem Bereich problemlos.

Dampfsperre hinter Putz

hiterputz-detail.jpg

Dampfsperre hinter Streckmetall

Danpfsperre hinter Streckmetall

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“Ein Haus muss atmen können” https://blog.soldierer.com/2007/11/11/ein-haus-muss-atmen-konnen/ Sun, 11 Nov 2007 15:25:29 +0000 http://blog.soldierer.com/?p=223 Undichtes HausWie oft habe ich das bei der Planung unseres Hauses von Handwerkern und anderen Bauprofis gehört. Mit Verlaub… das ist völliger Quatsch! Erstickt ein Haus, wenn es nicht atmet? Wahrscheinlich ist das Problem der Schimmelbildung gemeint. Logisch, wer die feuchte Raumluft nicht ausreichend abführt, der braucht tatsächlich ein „atmendes Haus“. Und weil der warme Atem 24 Stunden am Tag durch die undichte Hülle des Hauses verloren geht, muss entsprechen beheizt werden.

Jeder der sich mit energiesparendem Bauen (oder mit Bauen generell) auskennt, unterstützt heute das Konzept des luftdichten Gebäudes. Kein warmes Lüftchen sollte nach außen entweichen können. Wer sein Haus luftdicht baut spart viel Energie. Luftdichte Gebäude erfordern allerdings ein Lüftungskonzept, das den Wasserdampf abführt und somit der Schimmelbildung vorbeugt. Die wichtigsten dieser Konzepte:

  • Manuelle Stoßlüftung

    Mehrmals täglich auf jeder Etage mindestens 2 gegenüberliegende Fenster ca. 5 Minuten lang weit öffnen und damit für einen Luftaustausch sorgen. Da die Wände und die gesamte Einrichtung Wärme abgeben, ist nach dem Schließen der Fenster eine angenehme Raumtemperatur sehr schnell wieder erreicht. Ein Fenster ständig in der Kippstellung zu belassen ist Energieverschwendung und führt auch nicht zu einem angenehmen Raumklima.

  • Zwangslüftung durch eine Abluftanlage

    Die feuchte warme Luft wird dabei möglichst nur aus Küche, Bad, WC und HWR in vorberechneter Menge und zu vorgegebenen Zeiten abführt. Die Zuluft strömt passiv durch Luftklappen mit Ventilfunktion ein, die i.d.R. im Fensterbereich angebracht werden. Dadurch kann der Energieverlust auf das notwendige Maß beschränkt werden. Der Einbau einer Abluftanlage empfiehlt sich für jeden Neubau. Die Investitionskosten werden langfristig durch die eingesparte Heizenergie kompensiert.

  • Kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung

    Bei diesem System werden Zulauf und Abluft kontrolliert einem Wärmetauscher zugeführt. Die mit der Wärmeenergie der Abluft erwärmte Zuluft wird daraufhin zur Lüftung der Wohnräume verwendet. Solche Anlagen sind teuer, haben aber einen sehr hohen Wirkungsgrad und stellen die energetisch günstigst Variante dar. Sie sind zur Gewährleistung einer ausgeglichenen Energiebilanz bei Passivhäusern erforderlich.

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An Außenwänden bis ganz unten verputzen https://blog.soldierer.com/2007/08/31/an-ausenwanden-bis-ganz-unten-verputzen/ Fri, 31 Aug 2007 05:41:11 +0000 http://blog.soldierer.com/?p=266 Viele Verputzer haben die Angewohnheit, 5 cm vor dem Fußboden aufzuhören. An Außenwänden kann die Raumluft dann insbesondere an Querfugen des Mauerwerks (heute ofmals ohne Mörtel) nach außen entweichen. Es sollte daher immer bis ganz unten auf den Fußboden verputzt werden, wie hier zu sehen:

nachputz.jpg

Damit das überhaupt möglich ist, muß man aber vorher Elektriker und Installatuere anweisen, keine Leitungen bis ganz in die Ecke zu verlegen, sondern ca. 10 cm Abstand zu Außenwänden zu halten:

vorputz.jpg

Unsere Handwerker wussten das alles nicht, haben es aber eingesehen…

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